Biographie

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Leben und Werk

Ein international anerkannter Fachmann für Semitische Epigraphik und Paläographie, Mitglied der Académie française in Paris und der Kgl. Preussischen Akademie Berlin, der Deutschen Morgen-ländischen Gesellschaft und der Deutschen Orient-Gesellschaft.

Autor mehrerer Monographien und zahlreicher Artikel zur Epigraphik sowie Strassburg-Führer und Artikel zu den Vogesen und zum Schwarzwald.

Jahr Ereignis

11. Juli 1839

Geburt in Stuttgart als 2. Sohn des späteren Kanzleirates im Departement des Inneren Franz Jakob Euting (1812–1879) und dessen Frau Friederike (1817–1874) Tochter des Kaufmanns und Landtagsabgeordneten Carl Gottlob Kierecker aus Freudenstadt
1844 –1847
Grundschule in Stuttgart
1847 –1853
Besuch des Eberhard-Ludwigs-Gymnasiums in Stuttgart
1853 –1857
Studium der Evangelischen Theologie am »Niederen Seminar« in Blaubeuren
1857 –1861
Studium in Tübingen, wo er im Evangelischen Stift aufgrund seiner guten Noten eine Freistelle erhielt. Parallel dazu Studium der orientalischen Sprachen (Äthiopisch, Arabisch, Chaldäisch, Hebräisch, Persisch, Phönikisch, Sanscrit, Syrisch)
Aug. 1861
Erste theologische Dienstprüfung
21. Febr. 1862
Promotion mit der »Übersetzung und Erklärung der 3. Sure des Qorâns« an der Philosophischen Fakultät bei Prof. Ernst Meier
1862 –1864
Hauslehrer im Freiherrlichen Hause Gemmingen zu Babstadt (Bad Wimpfen)
1864
mehrere Monate zu Handschriften-Studien in Paris, London, Oxford
16. Juli 1866
Bibliothekar am Tübinger Stift
1867
Reise mit Segelboot von Ulm nach Budapest; von dort nach Konstantinopel, Smyrna und Athen; via Korfu und Brindisi zurück nach Tübingen
1868 –1871
Bibliothekar an der Universitätsbibliothek Tübingen. Dienstwohnung im Haspelturm des Schlosses
1868
1868 Reise durch Dänemark, Schweden und Norwegen
1869
Reise nach Italien und Sizilien sowie nach Tunis und Sardinien
1870
Reise via Sizilien, Athen, Smyrna nach Konstantinopel
17. Juli 1871
Dienstbeginn als Bibliothekar an der Kaiser Wilhelm-Universität zu Strassburg, Dienstwohnung im Rohan-Schloss
1872
Mitbegründer der Sektion Strassburg des Vogesenclubs. Erschliessung von Wanderwegen in den Vogesen und im Schwarzwald. Bevorzugtes Wandergebiet im Schwarzwald: Ruhestein und Umgebung.
1874
Reise zum 4. Internationalen Orientalistenkongress in London
1876 –1912
Präsident des Gesamt-Vogesenclubs
1880
Ernennung zum Honorarprofessor an der Kaiser-Wilhelm-Universität Strassburg
1881
1. Auflage »Beschreibung der Stadt Strassburg und des Münsters« (bis 14. Aufl. 1905)
1881
Reise zum 5. Internationalen Orientalistenkongress in Berlin
1883 –1884
Forschungsreise durch Inner-Arabien mit finanzieller Unterstützung durch den kaiserlichen Statthalter der Reichslande Elsass-Lothringen Edwin Freiherr von Manteuffel und durch König Karl von Württemberg. 2500 km zu Pferd und Kamel; wissenschaftliche Ausbeute: 900 Abklatsche aramäischer, lihyanischer, nabatäischer und sabäischer Inschriften sowie 15 Hefte mit Notizen und Skizzen
1885
1. Aufl. »Führer durch die Stadt Strassburg« (bis 15. Aufl. 1909; auch auf Englisch und Französisch)
1886
Reise zum 7. Internationalen Orientalistenkongress in Wien
1889
Reise nach Ägypten und durch die Sinai-Halbinsel nach Syrien
1889
Reise zum 8. Internationalen Orientalistenkongress in Stockholm und Christiana (Oslo)
1890
Reise nach Nord-Syrien zu den Ausgrabungen in Sendschirli (Sam’al)
1895
Neubau der Strassburger Universitätsbibliothek bezogen.
1896
erscheint das »Tagbuch einer Reise in Inner-Arabien«, Bd. 1
1896
Gründungsmitglied des Oberrheinischen Vereins für Luftschiffahrt
1896
Rüppell-Medaille des Frankfurter Vereins für Geographie und Statistik
1898
Reise mit Rudolf Ernst Brünnow und Alfred von Domaszewski via Jerusalem nach Petra
1898
Ballonfahrt von Strassburg nach Colmar bis in 3400 m Höhe
1900
Ernennung zum Direktor der Kaiserlichen Universitäts- und Landesbibliothek Strassburg
1903
Reise durch Syrien nach Ägypten
1904
Ernennung zum Geheimen Regierungsrat
1905
Reise zum 14. Orientalistenkongress in Algier und Tunis
1905
Genehmigung zum Anlegen seiner Grabstätte auf dem Seekopf beim Ruhestein oberhalb des Wildsees
1909
Ballonfahrt von Strassburg bis Rottenburg am Neckar
1912
Goldenes Doktor-Jubiläum
1912
Schenkung grosser Teile seiner Sammlung an das Linden-Museum in Stuttgart
1. Juni 1913
Beisetzung der Urne am Ruhestein
1914
erscheint das »Tagbuch einer Reise in Inner-Arabien«, Bd. 2, hg. v. von Enno Littmann
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